Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020, ITAT 4002.

Mein „Rucksack“

Mein „Rucksack“
5. Tag

Stunde in Stille: zwischen Innichen und St. Silvester


„Hätte ich doch weniger eingepackt!“ Wer hat sich das unter der Last seines Rucksackes nicht schon gedacht. Um wie viel besser ist man mit leichtem Gepäck unterwegs. Das Einfache genießen: das Wasser, das Brot, den Apfel. Selig die Einfachen!

Erlittene Kränkungen sind wie ein schwerer Stein im „Lebensrucksack“. Es kann guttun, diese noch einmal „weh tun zu lassen“, sie sich unter Tränen, mit Wut oder Resignation immer wieder von der Seele zu reden. Und schließlich auch Gott um seinen Trost und um die Kraft des Annehmens zu bitten. Beim Verlust eines wichtigen Menschen und bei Einsamkeit können dieselben Schritte Hilfe in der Trauer sein.

Manche Bitterkeit über ein erlittenes Unrecht kann man lange Zeit jemandem „nach-tragen“. Das aber ist wie ein schwerer Stein im eigenen Lebensrucksack. Ein Schritt zur Entlastung ist es schon, wenn man sagen kann: „Ich will diesem Menschen vergeben können. Ich bitte um die Kraft dazu!“

Manche sind sich auch schon ihre Last von der Seele gegangen: Es hilft, diese über die Fußsohlen Schritt für Schritt an die Erde, an den tragenden Grund abzugeben.

Anderen hilft die Einladung des Petrusbriefes: Wirf deine Sorgen auf den Herrn!

Übung

  • Von welchem Ballast meines Lebens will ich mich befreien?
  • Welche Last möchte ich heute ein Stück anvertrauen und abgeben: Ich packe mir dazu einen Stein in den Rucksack und lege ihn zum Beispiel beim Kreuz am Marchkinkele vor Gott ab.
  • Die Bitten des „Vater Unser“ langsam als Befreiungsgebet wiederholen.
05 - Innichen - Kalkstein