Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020, ITAT 4002.

Wallfahrtskirche Maria Schnee (Obermauern)

von weitem beeindruckt an der Fassade das Christophorus-Fresko aus dem 15. Jhdt. In der Kirche sticht besonder der farbenprächtige Freskenzyklus des Simon von Taisten aus dem 15. Jhdt hervor. Diese “biblia pauperum” ist ein Bilderbuch des Glaubens.

An diesem Ort verbinden sich zwei Stationen unseres Pilgerwegs, die durch das Gelöbnis des Opfer-Widders zur Zeit der Pest im 17.Jhdt. miteinander verbunden sind. Die Geschichte mit dem Widder ist auf einer Bildtafel v. 1635  in der Kirche dargestellt. Bis 1920 wurde die Widder-Wallfahrt nach Lavant durchgeführt. Seit damals führt sie  am Samstag nach Ostern aus Virgen und Prägraten nach Obermauern.

Im Jahr 2008 hat eine Virgener Künstlergruppe (Leitung: Michael Lang) aus Bronze und Stein einen neuen Kreuzweg von Virgen nach Obermauern gestaltet und dabei Texte des verstorbenen Bischofs Reinhold Stecher verwendet.
Seit 2015 ist die Opferwidder-Prozession als immaterielles Kulturerbe der UNESCO ausgezeichnet.
In Lavant ist - als Überrest dieser Tradition -  die Segnung und Verlosung eines Opferwidders am Kirchtag geblieben (am 2. Sonntag nach Ostern). – Am Vorabend gehen seit 2015 Lavanter  von Obermauern nach Lavant