"Hoch und Heilig" - Bergpilgerweg in Osttirol eröffnet

 

Drei Jahre lang wurde geplant, am 1. Mai 2018 konnte der neue Pilgerweg "Hoch und Heilig" in Osttirol eröffnet werden. Er verbindet in neun Etappen die Wallfahrtsorte Lavant und Heiligenblut. Der Weg ist 200 Kilometer lang und führt über mehrere alpine Übergänge insgesamt 13.000 Höhenmter bergauf und bergab.

Hoch und heilig, ein cooles Motto",meinte Bischof Hermann Glettler in seiner Predigt am Fuße der Wallfahrtskirche in Lavant. So cool wie das Versprechen, das Gott gibt: dass er den Menschen nicht verlässt, dass er mit ihm geht.

 

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Unterwegs am Pilgerweg.

Es war ein besonderer Wallfahrtsgottesdienst in Lavant, wo sich jedes Jahr hunderte Menschen zur Dekanatswallfahrt versammeln. Zur Eröffnung des neuen Pilgerweges "Hoch und Heilig" mit Bischof Hermann Glettler sind insgesamt an die 2.500 Menschen gekommen. Einige sind die erste Etappe des Pilgerweges von St. Korbinian über Amlach nach Lavant mitgegangen und haben den Wallfahrtsgottesdienst mitgefeiert.
Bischof Hermann Glettler spielte in seiner Predigt noch weiter mit dem Motto des Piglerweges: "Manchmal haben wir es eher flach und eilig, statt hoch und heilig", erinnerte er an Oberflächlichkeit und Hektik des Alltags. Stressgeplagt, abgelenkt von vielem würden wir oft durch das Leben sausen, "und das Leben wird flach, weil wir nichts mehr erleben".  

 

Drei Länder – ein Weg.

Ein Erlebnis ist hinigegen der neue Pilgerweg, der entlang uralter Wallfahrtswege und über merhere alpine Übergänge die Wallfahrtsorte Lavant und Heiligenblut verbindet. Dekan Bernhard Kranebitter (Lienz), das Bildungshaus Osttirol, der Tourismusverband Osttirol und viele weitere, auch ehrenamtliche Mitarbeiter haben drei Jahre lang an der Verwirklichung dieses Projektes mitgearbeitet. Unterstützt mit EU-Geldern für regionale Entwicklung entstand ein Weg, der durch Osttirol, Kärnten und Südtirol führt und zum Gebet, zur inneren Einkehr in der Stille der Berge, aber auch zur Weggemeinschaft einlädt, wie Bischof Glettler in seiner Predigt betonte: "Unser Leben und unsere Glaube sind immer Weggemeinschaft miteinander. Glaube ist immer solidarisch, besonders für jene, die Hilfe brauchen." Und so sei es auch mit dem Pilgern: "Wallfahrten ist immer solidarisches Gehen, man läuft nicht allein durch die Berge, sondern man nimmt in Gedanken und im Herzen Menschen mit."

 

Der neue Pilgerweg "Hoch und Heilig" führt auf einer 200 km langen Strecke von Wallfahrtskirche
St. Ulrich in Lavant nach Heiligenblut. Dabei sind 13.000 Hohenmeter und vier alpine Übergänge zu bewältigen. Jede Etappe hat ihre Höhepunkte und ist unter ein sprituelles Thema gestellt. 

Alle Infos zum Pilgerweg sind in einer Pilgerbroschüre übersichtlich zusammengefasst, die im Bildungshaus Osttirol und in den Tourismusbüros aufliegt. Erhältlich sind auch ein Pilgerkarabiner für die Segensbänder, die an jedem Etappenzielort im Pilgerwürfel zu finden sind. 

 

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