Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020, ITAT 4002.

Neugier aus der Distanz

Neugier aus der Distanz
3. Tag

Stunde in Stille: zwischen Maria Luggau und Obertilliach

In jeder Beziehung gibt es Nähe und Distanz, Anziehung und Widerstände. Auch im Blick auf Jesus und das Geheimnis, das wir Gott nennen.

In Jericho … wohnte ein Mann namens Zachäus. Er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht, denn er war klein. Darum … stieg er auf einen Maulbeerfeigenbaum … Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: „Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf … Zachäus

… wandte sich an den Herrn und sagte: „Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemandem zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: „Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden … Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“

Lk 19,1-10


Jesus interessiert der distanziert neugierige Zachäus mehr als die Menschen in seiner Nähe. Ihn ruft er mit Namen und will in sein von Leuten gemiedenes Haus kommen. 

Auch bei mir interessiert Jesus meine neugierige Distanz zum Glauben. Er will bei mir zu Gast sein auch in meinem Widerstand und Zweifeln.

Übung

  • Ich versuche, die Rolle von Zachäus einzunehmen und zu durchleben.
  • Was lässt mich auf Distanz zum Glauben gehen? Was zieht mich an? Welche Fragen möchte ich Gott stellen?
  • Wie geht es mir bei der Vorstellung, dass Gott mich beim Namen ruft?
03 - Maria Luggau - St. Oswald