Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020, ITAT 4002.

Der Weg des Samenkorns

Der Weg des Samenkorns
7. Tag

Stunde in Stille: zwischen St. Jakob und den Gritzer Seen

Jesus erkennt in der Natur die Dynamik eines Lebens aus der Kraft Gottes:

Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das Kleinste von allen Samenkörnern ... Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Mk 4, 31-32

Jeder kleine Schritt in uns kann der Anfang einer kraftvollen neuen Wirklichkeit sein.

Dieses Vertrauen stößt in uns aber auf Widerstand:

Ich halte ein Samenkorn in der Hand. Mein einziges Korn.
Sie sagen, ich soll das Korn in die Erde legen.
Ich muss mein Korn schützen, mein einziges Korn …
Sie sagen, ich muss mein Korn riskieren, mein einziges Korn.
Aber ich habe nie Frühling erlebt.
Mein Geliebter sagt: Es gibt Frühling!
Ich lege mein Korn in die Erde. (Reiner Kunze)


Der Weg des Vertrauens braucht von uns den mutigen Sprung, in dem wir alte Sicherheiten loslassen.

Angesichts seiner Hinrichtung erkennt Jesus, dass nun das Leben nur durch seine leidvolle Hingabe gewonnen werden kann.

(Joh) Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es alleine. Wenn es aber in die Erde fällt und stirbt, bringt es reiche Frucht.

Übung

  • Ein Samenkorn von einem Baumzapfen oder einer Pflanze suchen.
  • Im Blick darauf dankbar die Wachstumsschritte meines Lebens erkennen.
  • Was sind die nächsten Schritte, damit mein Leben Frucht bringt?
  • Mit dem hingebungsvollen Jesus beim Abendmahl oder am Kreuz darüber ins Gespräch kommen.
07 - St. Jakob im D. - Obermauern