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Pilgertipps und Hinweise

„Pilgern“ leitet sich vom lateinischen Wort „peregrinare“ her. Es bedeutet „per ager“, „außerhalb des Landes“ unterwegs sein. Ein „Pilger“ war außerhalb seiner Heimat auf dem Weg. Bald wurde darunter jemand verstanden, der aus religiösen Gründen in die Fremde geht, eine Wallfahrt zu einem Pilgerort unternimmt. Pilgern bedarf entsprechender Vorbereitung.

Die Besonderheit dieses Pilgerweges liegt unter anderem in seinem „grenzüberschreitenden“ Verlauf. Dabei gilt es, oftmals auch persönliche Grenzen wahrzunehmen, anzunehmen und zu überwinden.

 

Eigens zertifizierte Pilgerunterkünfte sind speziell für die Bedürfnisse der Bergpilger eingerichtet. Sie nehmen gerne Gäste auch für eine Nacht und bereiten ein frühes Frühstück ab 6:00 Uhr zu. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich gegen einen geringen Aufpreis eine Jause zuzubereiten oder ein Lunchpaket nach Vorbestellung mitzunehmen. 

 

Der Tourismusverband Osttirol bietet  dazu ein interessantes Bergpilger- und Weitwanderpaket an.

 

An- und Abreise zu Etappeneinstiegen und zu Etappenzielen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich. Busse verkehren regelmäßig und zu, für Pilger, angemessenen Zeiten. Der Routenplaner der Verkehrsverbundes Tirol  (VVT) macht die Planung einfach. 

 

Gäste, mit gültiger Gästekarte, nützen alle Busse in Osttirol kostenlos!

 

Pilgern und Weitwandern mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sauber und bequem, entspannt und umweltfreundlich. 

 

Speziell ausgebildete Pilgerbegleiter, die einen wesentlichen Zugewinn zu den Berg- und Wanderführern darstellen, können individuell (für einzelne Etappen oder den ganzen Weg) gebucht werden. Sie verfügen neben guten Ortskenntnissen auch über viel Einfühlungsvermögen, um den „Weg nach innen“ zu unterstützen.

Erfahrene Bergsteiger wissen meist um die Besonderheiten im Gebirge. Das richtige Verhalten in den Bergen sei deshalb nur kurz zusammengefasst:

 

  • auf die Kondition (des Schwächsten in der Gruppe) achten
  • ausführliche Information einholen und Planung im Vorfeld tätigen
  • entsprechende Ausrüstung (wie gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, ausreichend Proviant und Wasser, Erste-Hilfe-Set, …) abgestimmt mitnehmen
  • auf markierten Wegen bleiben und den Wetterbericht (besonders bei Gewitterneigung) beachten
  • genügend Pausen einlegen und die Umwelt Schonen

 

Alle Wegmarkierungen auf der direkten Route sind einheitlich und leicht erkennbar angebracht. Das Logo des gesamten Pilgerweges findet sich an übersichtlichen Stellen, meist in Verbindung mit anderen Hinweisen. Die durchschnittlichen Gehzeiten können den Etappenbeschreibungen entnommen werden. Zusätzliche Beschilderungen erleichtern die Orientierung im Gelände.

 

Oftmals bietet ein bestimmter Baum, eine Bank, eine Anhöhe, eine Wiese oder eines der zahlreichen Kreuze am Wegrand eine willkommene „Dank- und Tankstelle“. Unsere Natur ist so vielfältig und beglückt zu jeder Tages- und Jahreszeit mit großartigen Aus- und Einsichten! Gerade beim Pilgern kommt den Atempausen eine besondere Bedeutung zu. Gelegenheiten dafür gibt es ausreichend auf dem (und auch abseits vom) Weg.

 

Wir sind Gäste auf dem Pilgerweg: Respekt, Freundlichkeit und Dankbarkeit gegenüber den Menschen, der Kultur und in den Kirchen ist unser Geschenk.

Es wird dringend empfohlen, vor allem für längere Touren, nur das Notwendigste zu packen und das Gewicht des Rucksacks auf zehn bis maximal 15 Prozent des Körpergewichts zu beschränken.

 

Dabei soll bei allem Wunsch zur Reduktion die eigene Sicherheit im Vordergrund stehen.

 

Ein Handy (samt Aufladegerät) gehört ins Gepäck, auch zur Verständigung der geplanten Ankunft im Quartier und für Notfälle. Grundsätzlich gilt: Die beste Ausrüstung ist jene, die Sie bereits eingehend erprobt haben.

Nach jeder Etappe sind die Kontaktdaten der jeweiligen Pfarrämter und des Tourismusverbandes angeführt. Die aktuellen Gottesdienstzeiten finden Sie im Internet unter Eingabe von „Gottesdienste“ und des Namens der Gemeinde oder Pfarre sowie unter www.dibk.at/Pfarren.

 

Hilfreiche Hinweise und wertvolle Zusatzinformationen über das Sehens- und Bemerkenswerte „entlang des Weges“ werden laufend auf der Homepage aktualisiert. Neben den bekannten Notfallnummern (133 Polizei, 122 Feuerwehr, 144 Rettung, 112 Euronotruf) sei auf die Bergrettung (unter 140), den Ärztenotdienst (unter 141) und die Telefonseelsorge (unter 142) aufmerksam gemacht.

Bei aller Sorgfalt in der Vorbereitung und Durchführung kann etwas Unvorhergesehenes passieren. Pilgern heißt auch flexibel und „gerüstet“ zu sein: mit einer guten „B-Planung“, mentaler Ab- und Einstimmung und Offenheit für Begegnungen mit sich selbst, dem Umfeld und Gott, der ja alle Wege mitgeht!